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(259) "cube berlin" und anderes

Ich war schon wieder in Berlin, Großeltern"pflichten" riefen uns zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen im die Hauptstadt. Dazwischen gab es aber auch etwas Raum für Exkursionen.

Eine davon ging für mich zurück an den Hauptbahnhof. Direkt davor, auf dem Bahnhofsvorplatz steht der "cube berlin", ein würfelförmiges Bürogebäude mit einer Kantenlänge von 42,5m, das durch seine Fassadengestaltung auffällt. Die nach innen gefaltete Fassade besteht aus riesigen Spiegelflächen mit Einschnitten und Vorsprüngen. Die ganze Umgebung spiegelt sich
darin fast wie in einem Kaleidoskop. Daraus ergeben sich viele spannende Effekte. Mich fasziniert dieses 2020 eingeweiht Gebäude immer wieder. Diese Mal wollte ich es mit viel Zeit und Ruhe näher von außen erkunden. Ich umrundete es sehr langsam und entdeckte viele interessante Motive, die ich nicht alle fotografieren konnte. Das Ganze hatte für mich etwas sehr konzentriert Meditatives. Mit dieser großen inneren Ruhe musste ich danach aber den trubeligen und lauten Hauptbahnhof durchqueren, um mit der Tram zurückfahren zu können.

Ein weiterer Ausflug ging zusammen mit meiner Frau zum Stadtschloss. Seine 2020 eingeweihte Rekonstruktion war und ist sehr umstritten. Es passt an diesen Ort, spannend ist der Kontrast aus drei originalgetreu wiederhergestellten Fassaden und der zur Spree hinzeigenden vierten Fassade im modernen Stil. Von außen hatte ich es schon mehrfach gesehen, dieses Mal zog es uns nach innen. Ein großes lichtes und modern kühl gehaltenes Foyer, lange kahle Gänge und breite Treppen erschließen das Innere, das verschiedene Museen und kulturelle Einrichtungen beherbergt. Zwei Innenhöfe sind im Kontrast der Au
ßenfassaden rekonstruierend und modern gestaltet. Uns zog es dann noch auf die Dachterrasse, die eine großartige Aussicht versprach und auch wirklich hielt. Ich kam aus dem Staunen fast nicht mehr heraus. Viele bekannte Berliner Gebäude waren in der Rundumsicht von dort oben zu erkennen. Auch die Kuppel mit der umstrittenen historischen Aufschrift konnten wir aus nächster Nähe betrachten. Ein guter Kaffee mit toller Aussicht und strahlendem Sonnenschein rundete den Besuch ab.

Am Samstag war keine Kita, und wir durften
die kleine Lea den ganzen Tag betreuen. Wir unternahmen mit ihr eine Rundfahrt auf der Spree, es war Leas erste Schifffahrt. Diese Tour auf der Spree hatte ich zwar schon mehrfach gemacht. Spannend war dieses Mal Beobachtung von Leas Reaktionen. Das schon Bekannte jetzt mit den Augen eines Kindes zu erleben, hatte wieder etwas von diesem hier schon oft erwähnten Anfängergeist. Ich habe bei dieser Fahrt nur wenig fotografiert, wichtiger war mir die Kommunikation mit der kleinen Lea, die in mir auch für eine gewisse besondere Achtsamkeit sorgte. Unsere Rückfahrt nach Hause startet an der U-Bahnstation „Museumsinsel“. Hier bewunderte Lea sofort den tiefblauen Sternenhimmel über den U-Bahngleisen dieser gelungen gestalteten Station. Natürlich verbrachten wir auch an diesem Tag, wie schon an den Tagen vorher viel Zeit mit Lea auf den Spielplätzen der näheren Umgebung, die ich inzwischen alle sehr genau kenne.

 

P.S.: Das heutige Bild zeigt einen Blick aus dem Hauptbahnhof auf den "cube berlin" auf dem trubeligen Bahnhofsvorplatz. 

 

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Helmut Hess (Donnerstag, 17 August 2023 14:51)

    Ich bin im September eine Woche in Berlin, da habe ich jetzt gleich wieder zwei neue Anlaufpunkte. Danke dafür �
    Schöne Grüße
    Helmut Hess

  • #2

    Oli (Montag, 02 Oktober 2023)

    Ich laufe sehr gerne von unserem Office am Alex zum Bahnhof - eine kleine Vorübung zu den 4h Sitz-Zugfahrt nach München. ;-)
    Diesen Würfel habe ich auch schon betrachtet und beäugt - ich hab noch nicht die Lösung gefunden ihn richtig in Szene zu setzen. Liegt aber vielleicht auch daran, dass ich da noch in der letzten Telefonkonferenz stecke, wenn ich im Laufschritt zum ICE haste...